Bewerbungsschluss 19.4.19 »

Bewerbungsunterlagen

Zwei Texte von ca. zwei Seiten (maximal 4000 Zeichen inkl. Leerzeichen). Jede Form möglich, Kurzprosa, Monolog, Romanauszug. Eventuell eine kurze Erläuterung des Projekts.

2016 - Erzählen ist verschweigen

In einer Gruppe an den literarischen Texten der Teilnehmer zu arbeiten, setzt voraus, dass alle Beteiligten einige Bedingungen akzeptieren: die Bereitschaft zu unvoreingenommener Kritik, die wechselseitige Respektierung und den Wunsch, dass nicht nur der eigene Text am Ende der Bemühungen besser sein möge als zu Beginn. Wir arbeiten nicht auf Veröffentlichung hin, sondern treten in einen intimen Prozess ein, der jeden von uns verletzlich vorfindet. Umso wichtiger ist es, dass die Arbeit nicht als Wettbewerb um den eindrücklichsten Text verstanden wird. Es geht um Entscheidungen – nicht nur bei Stoff, Sujet und Form, sondern bei jedem Wort, ja jedem Satzzeichen. Am Ende könnte stehen, dass alle entscheidungsfähiger geworden sind, offen dem eigenen Text gegenüber, ohne Verteidigungsreflexe, neugieriger auf die eigene Phantasie – und wachsam gegenüber den unnötigen, darum verderbenden Wörtern. – Die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt.

 

Teilnahmebedingungen

Schreiberfahrung im fiktionalen Bereich (Veröffentlichung keine Bedingung), literarische Neugier, Liebe zur Sprache und zu ihrer Gestaltung.

„Neugieriger auf die eigenen Phantasie“

Gert Heidenreich

Schriftsteller und Sprecher 1944 geboren in Eberswalde 1962–1969 Studium der Germanistik, Philosophie, Soziologie und Theatergeschichte in München; Mitbegründer des TiK – Theater in der Kreide, München; publizistische Tätigkeit für „Merian“, „Die Zeit“ und Rundfunkanstalten seit 1970 Reportagen über ausgedehnte Reisen durch Afrika und Asien 1991–1995 Präsident des deutschen PEN 2007 Gastprofessur an der Universität der Künste Berlin 2011–2015 Direktor der Abteilung Literatur in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Werke (Auswahl)

Romane, Theaterstücke, Drehbücher, Essays und Lyrikbände – 2015 „Meister des Todes“ (Drehbuch) 2014 „Der Fall“ (Roman), „Sanssouci.Farce“ (Komödie) 2013 „Die andere Heimat“ (Erzählung) 2012 „Mein ist der Tod“ (Roman) 2009 „Die Nacht der Händler“ (Roman), „Das Fest der Fliegen“ (Roman), 2007 „Im Dunkel der Zeit“ (Roman)

Preise (Auswahl)

2014 Deutscher Filmpreis – jeweils zusammen mit Edgar Reitz für das Drehbuch zu dessen Film „Die andere Heimat“ 2013 Bayerischer Filmpreis 1998 Marieluise-Fleißer-Preis 1990 Literaturpreis der Stadt München 1986 Adolf-Grimme-Preis.

 

Mehr über Gert Heidenreich unter www.gert-heidenreich.com