Bewerbungsschluss 26.4.2026 »
  • Bewerbungsunterlagen

    Maximal fünf Bilder von eigenen Arbeiten. Künstlerische Kurzbiografie.

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    Skulptur als Organisationsprinzip

    Abflussrohre und Schwerlastpaletten statt Marmor? Die Grenzen von Plastik und Skulptur haben sich enorm erweitert. Wie entwickeln wir überzeugende Skulpturen,
    die nicht beliebig sind? Wie generieren wir wirkungsvolle Sinnbilder und Bedeutungen? Bereits die Auswahl und der Einsatz des Materials spielen eine wesentliche Rolle. Ich verstehe darunter die Beachtung der Anlagen und Eigenschaften eines Materials, im physischen wie im visuellen Bereich, um diese im künstlerischen Gestaltungsprozess angemessen einzubinden. Die Materialien werden in einem experimentellen Sinne geordnet und strukturiert, aufbauend auf der Idee als durchgängiges Gestaltungsprinzip. Mein Anspruch dabei ist, den Einsatz der Mittel im Verhältnis zum angestrebten Ergebnis inhaltlich erklärbar zu machen. In dieser Meisterklasse werden anhand von exemplarischen
    Beispielen sowie durch aterialerforschungen Möglichkeiten neuer Sichtweisen und Herangehensweisen erprobt. In Einzel- und Gruppengesprächen reflektieren und entwickeln wir in lockerer, offener Atmosphäre auch individuelle Stärken weiter. Nach dem Motto „Vom Baumarkt ins Kloster“ arbeiten wir mit alltäglichen, industriellen Materialien. Materialfindung und -erwerb erfolgt im nahegelegen Baumarkt. Diese können gerne auch vorab schon mitgebracht werden.

    Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt.

      

    Teilnahmeanforderungen

    Vorkenntnisse in dreidimensionalem Gestalten, Begeisterung für experimentelles Arbeiten, Offenheit sich auf neue Ansätze und Denkprozesse einzulassen.

    „SKULPTUR NEU DENKEN.
    VERBORGENE POTENZIALE
    OFFENLEGEN“

    Ottmar Hörl

    1950 geboren in Nauheim; lebt und arbeitet in Wertheim
    und Frankfurt a.M. 1975-1979 Hochschule für
    Bildende Künste-Städelschule, Frankfurt/Main 1978-1981 Stipendium der Deutschen Studienstiftung 1979-1981 Kunstakademie Düsseldorf 1985 Gründung der Gruppe Formalhaut, mit den Architekten Gabriela Seifert und Götz Stöckmann 1992-1993 Gastprofessur an der TU Graz 1994 Förderpreis für Baukunst, Akademie der Künste Berlin 1997 art multiple-Preis, Internationaler Kunstmarkt in Düsseldorf 1998 Wilhelm-Loth-Preis, Darmstadt 1999-2008 Professur für Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg 2002 intermedium-Preis, mit Rainer Römer und Dietmar Wiesner 2005-2017 Präsident der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg 2015 CREO PREIS, Frankfurt a.M. / Mainz, Deutsche Gesellschaft für Kreativität.

     

    Ausstellungen (Auswahl)

    2025 Ottmar Hörl – Konzeptuelle Kunst, Gesellschaft der Freunde Junger Kunst e.V., Baden-Baden; Alles in Ordnung, Kunstmuseum Celle 2022 Ottmar Hörl – Plan B, Kunsthalle Schweinfurt 2019 Portfolio – Wild Thought (mit Johannes Brus), Biblioteca Nazionale Marciana parallel zur 58. Esposizione Internationale d'Arte, La Biennale di Venezia, Venedig 1996 Ottmar Hörl. Materialprüfung, Städtische Galerie Ravensburg; außerdem zahlreiche Ausstellungen in Galerien, Museen und Institutionen sowie Großprojekte mit seriellen Skulpturen und Arbeiten im öffentlichen Raum

      

     

    Mehr über Ottmar Hörl unter www.ottmar-hoerl.de

     

    Porträtfoto: © Simeon Johnke
    Bild Gordischer Knoten: © Archiv Ottmar Hörl/Fotograf Werner Scheuermann
    Bild Schwerlastpalette: © Archiv Ottmar Hörl/Alexander Beck