Bewerbungsschluss 21.4.21 »

Bewerbungsunterlagen

Einzureichen sind 5 bis 10 Abbildungen eigener Arbeiten, kurze Beschreibung der Erwartungen an die Meisterklasse und kurze Vita.

2017 - Überraschungen im Gewohnten

Das weiße Blatt ist terra incognita, unbekanntes Terrain. Dort gelten Regeln, die man erst kennengelernt hat, wenn man sich auf das Betrachten einlässt, das Erkennen als solches akzeptiert und am Resultat nur sekundär interessiert ist. Lassen Sie uns dem Gesehenen folgen. Unsere Beobachtungen sollen mit der Linie zur Fläche ins Grafische verwandelt werden. Wichtig sind Fragen der Komposition, der Stofflichkeit, der innigen zeichnerischen Hinwendung oder Verzicht und Reduktion auf das Wesentliche. Unwesentlich ist zunächst das inhaltliche Moment. Wir unterscheiden nicht zwischen gegenständlich oder abstrakt, jegliche Begrifflichkeit hat hinter die innere Bereitschaft, genau hinzuschauen, zurückzutreten. Wir werden ausgehend von der Linie mit allen grafischen Materialien arbeiten, wichtig sind neben schnellen Skizzen auch flächige Umsetzungen.
Eng verknüpft ist das Thema Linie und Motiv mit der Meisterklasse Malerei von Prof. Heribert C. Ottersbach, mit deren Teilnehmern wir uns intensiv künstlerisch austauschen werden. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf begrenzt.

  

2015 - Von Wegen und Spuren

Zeichnung ist Skizze oder Entwurf, in der zeitgenössischen Kunst aber auch eine eigene Form und künstlerische Haltung. Die Zeichnung erweist sich als störrisch und zugleich frei von Ballast. Sie ist Linie, Substrat, Spielfeld und Bühne des individuellen künstlerischen Tuns. Ihr Wesen lässt sinnliche und poetische Entdeckungen möglich werden. Manchmal sind Zeichnungen zart geflochten, wie flüchtige Erinnerungen, Erzählungen, Visionen. Manchmal sind sie geschichtet, auf das Wesen von Punkt und Linie reduziert.

Lassen Sie uns in der Meisterklasse gemeinsam Trophäen und Präparate, vielleicht auch weiße Flecken auf der Landkarte finden und grafisch erleben. Gewagte Versuche zählen dabei oft mehr als große Gesten, Unsicherheiten mehr als Eleganz. Entdecken Sie, was vor unseren Augen liegt, Dinge in der Landschaft und im Atelier. Der Umgang mit Linie, Fläche und Licht wird gefördert, indem wir Strukturen herausarbeiten. Die Komposition auf dem weißem Blatt soll auf Intuition, Inspiration und Betrachtung aufbauen. Durch diese Arbeitsweise gelangen die Teilnehmenden Schritt für Schritt zur eigenen „Handschrift“. Bevorzugt arbeiten wir mit Bleistift, Kohle, Zeichentusche. – Die Teilnehmerzahl ist auf 8 begrenzt.

  

Teilnahmebedingungen

Gute Vorkenntnisse im Zeichnen, Kenntnisse der Kunstgeschichte.

   

Christian Weihrauch

1966 in Zella-Mehlis geboren 1989–1995 Studium der Malerei/Grafik bei Prof. Thomas Rug, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle seit 2011 künstlerisch wissenschaftlicher Mitarbeiter Malerei/Grafik, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig; lebt und arbeitet in Leipzig.

  

Stipendien

1999 Villa Casa Baldi, Olevano 2003 Künstlerhaus Schloss Balmoral, Bad Ems 2004 Stiftung Kunstfonds Bonn 2007 Kunststiftung Sachsen Anhalt 2009 Deutsches Studienzentrum Venedig 2010 Kulturstiftung Sachsen.

    

Ausstellungen (Auswahl)

2012 Galerie Hübner & Hübner, Frankfurt am Main 2011 und 2007 Galerie Römerapotheke, Zürich 2010 Museum Junge Kunst, Frankfurt an der Oder; Galerie Hübner & Hübner, Frankfurt am Main 2009 Ambach & Rice Gallery, Seattle W.A., USA 2005 Galerie Thomas Rehbein, Köln 2004 Haus am Lützowplatz, Berlin 2001 Anhaltischer Kunstverein Dessau.

 

Mehr über Christian Weirauch unter www.galerie-huebner.de und

www.roemerapotheke.ch.