Bewerbungsschluss 21.4.21 »

Bewerbungsunterlagen

Kurze Vita zum künstlerischen/textilen Werdegang mit Hinweisen auf Vorkenntnisse und Arbeitsschwerpunkte; Angabe, mit welcher Technik man in der Meisterklasse bevorzugt arbeiten möchte (in Kombination mit den im Kurs vorgestellten Techniken); 6 bis 8 Fotos von eigenen Werken.

2019 - Wandlung durch Zufall und Dekonstruktion

Die Meisterklasse bietet Gelegenheit, das persönliche textilkünstlerische Vokabular experimentell zu erforschen und zu erweitern. Als Ausgangsmaterial kommen eigene ältere Arbeiten oder gebrauchte Textilien wie etwa Leinen, bestickte Decken oder Kleidung in Frage. Sie sind aus ihrem ursprünglichen Kontext gerissen und werden zudem ihrer Funktion beraubt. Mittels druckgrafisch-malerischer Zufallstechniken und Methoden der Dekonstruktion (Schneiden, Ritzen, Reißen, Schleifen, Verdünnen, Fragmentieren) widerstehen wir zu Beginn dem Bedürfnis nach Kontrolle und Ergebnis, schaffen stattdessen veränderte Oberflächen als visuelle Ausgangspunkte für neue textile Positionen. Diese werden mit eigenen Inhalten und Ideen erneut kombiniert. Geschichten und persönliche Sichtweisen entstehen, die materiellen Ursprünge bleiben trotzdem präsent. Damit sich dieses variierte textile Vokabular festigt, gehen wir abschließend in Serie und Wiederholung.

  

2015 - Faszination des Unvollständigen. Eine Ahnung vom Ganzen

Fragmente, Fundstücke und Erinnerungsfetzen geben der Fantasie freien Lauf. Eine „poetisch-erzählende“ Textilkunst ermöglicht es, zu erinnern, zu ergänzen und zu erfinden. Mit textilen Schichten und verlockenden Oberflächen kann man Fragmente in erfundene oder erahnte Kontexte betten. Im Schaffensprozess folgt der Künstler so den Spuren einer ‚Geschichte‘.

Die Meisterklasse regt an, Ideen des Ergänzens zu entwickeln. Texturen sollen zu diesem Zweck ebenso erkundet werden wie die Möglichkeiten der Einbindung von Objekten in eine textile Umgebung. Die Teilnehmenden nutzen verschiedene Techniken und verwenden diverse Materialien, um mitgebrachte persönliche Fragmente und Fundstücke zu bearbeiten: Experimentelle Drucktechniken (Monoprint, Siebdruck, Paperlamination), freies Hand- oder Maschinensticken und andere Zugänge in Kombination. Wir beginnen mit textilen Skizzen, arbeiten im Anschluss mit Oberflächengestaltung, um dann dem textilen Prozess des Zusammenfügens, Drapierens und Schichtens zu folgen. Auf diese Weise entstehen materialspezifische Texturen und Interpretationen im Raum.

     

Britta Ankenbauer

1963 geboren; lebt und arbeitet in Leipzig 1983–1989 Studium in Heidelberg und Wien (Magister Artium) 1990 Weiterbildungen in Surface Design und Quiltkunst 2000 erstes Textilatelier in Dardagny/Genf und erste Ausstellungsbeteiligungen seit 2000 Dozentin für Textilkunst in Frankreich und Deutschland 2004 Prix de la Commune de Vernier und Publikumspreis Quiltkunst in Lausanne seit 2007 freie Künstlerin mit Atelier in der Leipziger Baumwollspinnerei; Mitglied in SAQA, SDA und GEDOK Leipzig; Gründerin und Dozentin der Masterclass-Fortbildung Surface Design und Textilkunst, Leipzig.

    

Ausstellungen (Auswahl)

2014-2017Il y a toujours un peu de soleil“, u. a. University of Central Missouri Gallery of Art and Design, Missouri (B) 2014/2015Konzepte in Stoff – 22 textile Positionen“, Kurpfälzisches Museum, Heidelberg (B); „Magie und Intimität“, Industriemuseum Bocholt und TIM Augsburg (B) 2014An Ort und Stille“, Textilmuseum Hohenstein-Ernstthal 2013/2014Transformations – Von Hier nach Dort“, Werke aus 10 Jahren, Schloss Aschaffenburg und Quiltfestival Prag 2013Unter der Oberfläche – Surfaces and Layers“, Thurn und Taxis Galerie, Michelstadt 2011/2012/2013 SAQA Sightlines, „Ever never enough“, Alexandria Museum of Art, Louisiana (B).

 

Kuratorin 2012 „Wide Horizons“ (11 Nationen; St. Marie aux Mînes, Frankreich) 2013 „Augenblicke“ (Berlin) 2014 Jubiläum der Textilkunstfortbildung in Karlsruhe.

 

 

Mehr über Britta Ankenbauer unter www.britta-ankenbauer.de.