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Kunstsommer 2010 - Prosa mit Rainer Wochele


Rainer Wochele

Künstlerische Erzählprosa

Die äußeren Bedingungen des Schreibens. Zum Beispiel: Das Schreiben fängt vor dem Schreiben an. Worüber schreiben? Zum Beispiel: Der lange Weg vom Ideenkeim zum fertigen Text. Kann über alles, was sich zugetragen hat, literarisch, also im Sinne einer künstlerischen Erzählprosa, geschrieben werden? Was ist überhaupt ein literarischer Stoff, der für eine Kurzgeschichte, eine Erzählung, einen Roman taugt? Wie schreiben? Zum Beispiel: Welche Perspektive nimmt der Erzähler bei welchem Stoff ein? Präsens oder Imperfekt? Das große Gesetz der Leerstellen. Wie schaffe ich Leerstellen, die die Leserphantasie zum Blühen bringen und Neugierde wecken? Allwissender Erzähler, innerer Monolog, erlebte Rede. Wie stellt man Spannung her? Das dramaturgische Balkenwerk einer Geschichte. Was ist überhaupt eine Geschichte? Anfang, Ende, Umschlagpunkte. Letztlich, der Autor als der Korrektor seiner selbst.

Diesen und anderen handwerklichen und kompositorischen Fragen wollen wir in unserem Kurs gemeinsam und solidarisch anhand von Texten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nachgehen. Gewiss, Talent, Begabung sollen sein. Aber, so der große Gabriel Garcia Marquez: »Schreiben ist auch ein Handwerk und verlangt ständige Übung«.

Die Zahl der Teilnehmer ist auf zehn bis zwölf Personen begrenzt.

Bewerbungsunterlagen

Einzureichen sind Prosatexte (Kurzgeschichten, Erzählungen, Romananfänge, Romanausschnitte, auch unfertige Texte sind willkommen) von maximal zehn Seiten | kurze biographische Angaben.

   

   

Rainer Wochele

Schriftsteller, 1943 in Brünn geboren | Studium der Theaterwissenschaft, Philosophie und Psychologie | 1969 bis 1981 Redakteur der »Stuttgarter Zeitung« | seither freier Schriftsteller | Romane, Theaterstücke, Erzählungen | Freier Mitarbeiter der »Stuttgarter Zeitung« | Lebt in Stuttgart.

Thaddäus-Troll-Preis | Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg | Mehrfach Stipendien des baden-württembergischen Kunstministeriums für Theaterstücke | Stipendien des Förderkreises deutscher Schriftsteller | 1999 dritter Preis des »Irseer Pegasus« | Seither Moderator und Mitorganisator des Autorentreffens »Irseer Pegasus« | 2001 erster Stadtschreiber von Rottweil | 2006 Recherchereise nach Ruanda | Mitglied im Schriftstellerverband (VS); dort lange Jahre Verstandsmitglied | 2005 Berufung in das deutsche P.E.N.-Zentrum.

Veröffentlichungen zuletzt: »Das Mädchen, der Minister, das Wildschwein« (Roman 2001) | »Der Flieger« (Novelle 2004) | »Der General und der Clown« (Roman 2008) | Alle Werke erschienen im Klöpfer und Meyer Verlag, Tübingen.

Mehr über Rainer Wochele unter www.rainerwochele.de

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Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer, Universität Augsburg
Zuletzt aktualisiert am: 26. Januar 2010