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Grafisches Erzählen
Die Bildgeschichte ist mit ihrer Kombination aus Wort und Bild eine eigenständige Kunst- und Literaturgattung. Egal, ob als künstlerisch unterschätzter Comic oder gefeierte Graphic Novel: Ihre einzigartige Form bietet unzählige narrative Möglichkeiten. Der Meisterkurs will die Freiheit und die Freude am Erzählen in Bildern in den Vordergrund stellen und nicht so sehr das zeichnerische Talent. Jeder Strich, jeder Stil ist geeignet, eine gute Geschichte zu erzählen, eine eigene Welt zu erschaffen – die Werke von Wilhelm Busch bis Marjane Satrapi beweisen es.
Am Anfang steht die Frage: Was will ich überhaupt erzählen, was inspiriert mich, wovon kann ich erzählen? Wie sehen die Bilder dieser Erzählung aus? Welche Bilder braucht meine Erzählung? Wie gehe ich mit einem Text um? Brauche ich überhaupt Worte?
Ausgehend von einem kurzen Text (Auszug aus einem Lieblingsbuch, Gedicht, Songtext, Triviales, Literarisches etc.) oder einer Bildvorlage (Foto, Zeitungsausschnitt oder Zeichnung) entwickelt jeder Kursteilnehmer eine Bildgeschichte. Wichtig bei dieser Inspirationsquelle ist nur, dass sie das Potenzial einer Geschichte in sich birgt.
Bei großem Interesse besteht die Möglichkeit zu einer Einführung in die Schabkartontechnik. Am Kursende soll mindestens eine Seite in der jeweils gewählten Technik als Reinzeichnung entstanden sein. Die Zahl der Teilnehmer ist auf zehn bis zwölf Personen begrenzt.
Bewerbungsunterlagen
Text- oder Bildvorlage mit der im Kurs gearbeitet werden soll; maximal zehn Kopien oder Fotos von eigenen Arbeiten; kurze Vita und Beschreibung der an den Kurs gerichteten Erwartungen.
Line Hoven
Geboren 1977 in Bonn | 1997–1999 Bühnen- und Kostümbildassistentin am Staatstheater Kassel | 1999–2001 Studium der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel; Wechsel zur HAW Hamburg (Studium der Illustration bei Anke Feuchtenberger und Atak) | 2002 Anschluss an die Gruppe und das Magazin »Orang« | 2006 Abschluss des Studiums mit der Diplomarbeit »Liebe schaut weg« | seit 2006 Arbeit als freie Comiczeichnerin und Illustratorin in Hamburg | arbeitet fast ausschließlich mit Schabkartontechnik.
Veröffentlichungen
Magazine und Anthologien, unter anderem in: Strapazin, Le Monde diplomatique, Panik Elektro, Orang, Missy Magazine, flitter | Bücher: »Klassenfahrt«, Hrsg. Atak, Reprodukt: Berlin 2005 | »Liebe schaut weg«, Reprodukt: Berlin 2007.
Ausstellungen
2003 »no H2O«, Stadtbad Oderberger (2. Internationales Berliner Comicfestival), Berlin | 2005 »Klassenfahrt«, Internationales Comixfestival Luzern; »Mayflies – Young Illustrators in Germany« (AGI Congress), Kulturbrauerei Berlin | 2006 »Strapazin – Comics aus Hamburg«, Linda e.V., Hamburg; »New German Comic Storytellers«, Napoli Comicon, Neapel; »Neue Deutschsprachige Comicerzähler«, Comicsalon Erlangen; »Strapazin – Kindheit«, Linda e.V., Hamburg; Trienal de Milão, Mailand | 2007 »Liebe schaut weg« (Ausstellung und Buchpräsentation), Literaturhaus Hamburg; »Convulsive Illustration«, Market Gallery, Glasgow | 2008 »Kopfkino«, Kunsthaus Dresden; »In die Seele geritzt« (Auszüge aus »Liebe schaut weg«), Comicsalon Erlangen | 2009 Festival BD Bastia, Korsika; »Orang Magazin« Helsinki, Finnland; »German Comic Artists« Reykjavik, Island.
Auszeichungen
ICOM-Preis 2008, Bester Independent Comic (für »Liebe schaut weg«) | Nominierung für den Max und Moritz-Preis 2008 | e.o.plauen Förderpreis 2010.
Mehr über Line Hoven unter http://www.linehoven.de/
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