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Rückblick 2009 - Radierung mit Annette Lucks

Radierung


Annette Lucks

Stadt

Stille Stadt

Verlassene Stadt

1952 in Regensburg geboren | 1973–79 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Mac Zimmermann | 1980 DAAD Stipendium, Krakau/Polen | 1982–2001 Arbeitsaufenthalte in Italien | 1993 3. Sächsisches Druckgrafik-Symposium in Hohenossig bei Leipzig/Stiftung GOLART | 1998 Stipendium der Prinzregent-Luitpold-Stiftung, München | ab 1998 Lehraufträge an der Hochschule München | 2000 Kunststipendium der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München | seit 2005 Arbeitsaufenthalte in der Keramikwerkstatt San Giorgio in Albissola/Italien | 2007 Arbeitsstipendium im Virginia Center for the Creative Arts, Mt. San Angelo/USA | 2008 Arbeitsstipendium der Fundación Beatrice und Paul Beckett, Mojácar/Spanien

Einzelausstellungen (Auswahl)

1992 Galerie Jahn und Fusban, München und Galerie Fred Jahn, Stuttgart | 1994 Städtische Galerie Leerer Beutel, Regensburg | 1995 Galerie Titan, Frankfurt/Main | 1995 Galerie für Zeitkunst, Bamberg und Ecke-Galerie Elisabeth Schulte, Augsburg | 1997 Verein für Originalradierung, München | 1997 Bilder und Zeichnungen zu Djuna Barnes Nachtgewächs, Galerie Fred Jahn, München | 2000 Städtische Galerie im Cordonhaus Cham | 2000 Stadtmuseum Ingolstadt und Dokumentationsstätte Marieluise Fleißer im Fleißerhaus | 2001 Galerie Josephski-Neukum, Issing | 2006 Atelier-Galerie Oberländer, Augsburg | 2007 Galerie Fred Jahn, München | 2010 Maurer Zilioli Contemporary Arts Brescia/Italien

Mehr unter www.annette-lucks.de

Die Verwandlung der Zeichnung

Die Radierung hält ein Glücksversprechen bereit und auch die Enttäuschung beim Anblick des 1. Drucks. Immer aber gewährt sie einen Freiheitsgrad, das Motiv zu behandeln, zu präzisieren, zum Verschwinden zu bringen, in der Bearbeitung, imnzurückzugewinnenden Terrain der Malerei und Zeichnung: Das ist der Weg zum Unikat. Zwischen Reproduktion und Unikat liegen Möglichkeiten, das Wagnis handzuhaben, ein Gebiet der fortschreitenden Anschauung, das der Malerei und der Zeichnung, auch das vom gelungenen Motiv, zu verlassen, loszulassen, um sozusagen ins Blaue zu arbeiten. Im Gegenzug wird die Variation, mit Engagement für das Experiment, im Sinne eines Risikos, mit neuer Spannung erzeugt und festgehalten.

Die von der Technik der Reproduzierbarkeit geschaffene Möglichkeit, Variationen mit dem Akzent zu Veränderung oder Verdichtung hinzuzufügen, führt zu einer Folge von Bildern, die dem Motiv unterschiedliche Bedeutungen und Bewegungen geben, die den Eindruck des festgehaltenen und des losgelassenen Motivs vervielfältigen und synoptisch erweitern. Darüber hinaus steht Interessierten die Möglichkeit offen, mit Hilfe einer durch spezielle Schreibverfahren gefundenen Thematik zu experimentieren und Bildentsprechungen zu entwerfen, als payload zur Illustration eigener Texte; sie können als Leporello gestaltet werden. Reservage, Kaltnadel und Monotypie werden als Kombination zur Bildfindung eingesetzt.

Mitzubringen sind Pinsel, Stifte und Radiernadeln. Mit der Bestellung weiteren Materials wird die Fa. Boesner beauftragt.

Bewerbungsunterlagen und Teilnahmevoraussetzungen:

Kurze Vita, kurze Beschreibung der eigenen Erwartung. Maximal 10 Fotografien von eigenen Arbeiten; nicht nur von Radierungen. Veranlagung zum Staunen. Und tolles Fingerspitzengefühl. Max. Teilnehmerzahl: 12

© Schwäbischer Kunstsommer 2004, alle Rechte vorbehalten
Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer, Universität Augsburg
Zuletzt aktualisiert am: 12. Januar 2010