Illustration1957 in Stolberg geboren | Teilstudium der Kunstgeschichte an der LMU München, anschließend Studium der Malerei und Grafik an der Kunstakademie München | seit 1979 Arbeit als freier Maler und Illustrator | seit 1987 Illustrationen für Belletristik- und Kinderbuch-Verlage | 1988 Serie von Zeichnungen für die Literaturbeilage von DIE ZEIT zur Frankfurter Buchmesse | 1989 Plakatserie für die IG Medien | 1993 Erstes Bilderbuch mit eigenem Text (»Schlaf gut, kleiner Bär«) | 1993 Buchcover zu »Sofies Welt« von Jostein Gaarder, das ein Welterfolg wird | 1995 Illustrationen zu »Nero Corleone« von Elke Heidenreich | 1997 Bilderbuch »Der Sammler der Augenblicke« | 2001/ 2002 Serie von ca. dreißig Objektkästen und Assemblagen | 2005 und 2007 Bühnenbilder für »Der Golem« und »Caligula«, zwei Inszenierungen von Jochen Schölch am Metropoltheater München | 2008 Jacques Nichet inszeniert eine Theaterfassung von »Der Sammler der Augenblicke«, die auf Tournee durch zehn Städte in Frankreich geht.
Auszeichungen (Auswahl)
1991 »Goldene Plakette« der Biennale Bratislava | 1994 A New York Times »Outstanding Book of the Year« für Sleep well, little bear (Schlaf gut, kleiner Bär) | 1997 »Vlag en Wimpels« für Nero Corleone; holländische Auszeichnung für das schönste Kinderbuch des Jahres für Kinder über 6 Jahre | 1998 Bologna Ragazzi Award für »Der Sammler der Augenblicke« | 1999 »Prix Enfantaisie« französischer Preis für das beste Kinderbuch des Jahres für Le Collectionneur d'Instants (Der Sammler der Augenblicke) | 1999 »One of the ten Best Illustrated Books of the Year« (The New York Times Book Review) für The Collector of Moments (Der Sammler der Augenblicke) | 2000 Mildred L. Batchelder Award (amerikanischer Ehren-Preis für das beste ausländische Buch) für The Collector of Moments
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Geschichten werden zu Bildern, Bilder erzählen Geschichten
Illustration hat immer einen Anlass und fast immer einen Zweck zu erfüllen. Wer illustriert, erleuchtet Geschichten, leuchtet Themen aus. Er fügt etwas Vorgegebenem seine Sichtweise, sein Licht hinzu. Dabei sollte er dem Autor dienen, die Vorstellungskraft des Lesers beflügeln und schließlich vor allem auch noch gute, nämlich seine eigenen Bilder malen. Bilder, die viel erzählen, aber nicht zu viel verraten. Bilder, die eine Geschichte nicht wiederholen, sondern umspielen, verdeutlichen und erweitern. Bilder, die Fragen stellen. Bilder, die Lust machen zu schauen und nicht die Sicht verstellen. Wie kann man in einem fremden Text oder zu einem gestellten Thema die eigenen Bilder finden? In welchen Arbeitsabläufen kann man sich einer Geschichte nähern? Wie kann man ein komplexes Thema zu einem »lesbaren« Bild verdichten? Welche Bildsymbole können eine Geschichte erzählen? Aber auch: Welche Tücken lauern im Arbeitsalltag eines Illustrators?
Jeder Teilnehmer sollte die Bereitschaft mitbringen, sich intensiv einem selbstgewählten Illustrationsprojekt zu widmen, ob als Buch oder in Einzelblättern. Eine Woche ist dafür ein eher knapp bemessener Zeitrahmen. Es empfiehlt sich deshalb, in einer schon vertrauten Technik zu arbeiten.
Teilnahmevoraussetzungen und Bewerbungsunterlagen
Gute Vorkenntnisse im Zeichnen/Malen. ca. 5 – 10 aussagekräftige Fotos oder Drucke eigener Arbeiten. Kurze Vita und Beschreibung der eigenen Erwartungen. Max. Teilnehmerzahl: 12
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