Bewerbungsschluss 18.4.18 »

 

Bewerbungsunterlagen

Kurze Biografie, incl. Porträtfoto, maximal acht gute Fotos/Repros eigener Arbeiten

(Malerei/Grafik), künstlerischer Werdegang in Stichpunkten, kurzer Text zum eigenen künstlerischen Ansatz; Erwartungen an die Meisterklasse. Warum bei mir? Warum ist Malerei heute wichtig?

Die Teilnehmerzahl ist auf 14 begrenzt.

2017 - Transfer und Transformation

Die Meisterklasse wird Malerei und Motiv praktisch und theoretisch dahin gehend reflektieren, worin Bedeutung und Unterschied von Transfer einerseits und Transformation andererseits liegen. Im Vordergrund stehen zunächst malerische Übungen und Erfahrungen, anhand derer herauszufinden ist: Was will ich? Was kann ich? Es schließen sich Arbeiten und Überlegungen hinsichtlich des Motivs an. Hat beispielsweise das gemalte Bild, das von einem Foto als Vorlage „abgemalt“ wird, überhaupt seinen Platz in der Malerei? Braucht das jemand? Was ist ein Motiv in der Malerei? Ist es nur Transfer oder schon Transformation? Entscheidende Grundlagen von Malerei sind (Farb-)Fläche und Linie, die es zu befragen und zu beherrschen gilt. Linie ist aber auch Zeichnung, die sich von Malerei oft deutlich unterscheidet.

Aus diesem Grund werden die Klassen Weihrauch und Ottersbach im Schwäbischen Kunstsommer 2017 interdisziplinär und eng zusammenarbeiten. Gemeinsame Besprechungen und Einzelgespräche mit den Studierenden stehen die Klassen übergreifend auf der Agenda.

Die Teilnehmerzahl ist auf 14 begrenzt. Bewerbungen auch aus verwandten Künsten (Foto, Design etc.) sind willkommen, so sie sich mit Malerei, Zeichnung und dem (gemalten, gezeichneten) Bildmotiv experimentell auseinandersetzen wollen.

   

2015 - Bedürfnis und Bedarf

Vergleicht man die Malerei mit „schnellen“ Medien wie Fotografie, Film und Computer, so verwundert die Tatsache, dass Malerei in einer Zeit ökonomisierten Effizienzsteigerungswillens noch in gewisser Blüte steht. Hatte die Malerei ursprünglich die Bildhoheit in Sachen Ab-und Sinnbild, so hat sie diese ja längst verloren. Sie ist jedenfalls nicht mehr allein bildgebend. Gibt es also ein Bedürfnis nach Malerei, ohne hier von Bedarf zu sprechen? Bedarf ist warenorientiert, ist konsumorientiert. Ein Bedürfnis ist etwas ganz anderes.

In dieser Meisterklasse wird es darum gehen, ein menschlich-künstlerisches Bedürfnis einerseits und einen gesellschaftlich-ökonomischen Bedarf andererseits hinsichtlich Malerei praktisch und theoretisch zu reflektieren. Im Vordergrund stehen malerische Übungen und Erfahrungen, anhand derer herauszufinden ist: Was will ich? Was kann ich? Kann ich als Maler/in viel wollen, wenn ich wenig kann? Oder kann ich vielleicht viel und will nichts?

 

   

2014 - Bilder machen heute - Bedingungen und Möglichkeiten

Im Vergleich zu schnellen und eher technischen bildgebenden Verfahren wie Fotografie, Film, Computer etc. kommt die Malerei notgedrungen zu spät. Hatte sie ursprünglich die Bildhoheit, so hat sie diese längst verloren. Sie ist jedenfalls nicht mehr allein bildgebend. Malerei scheint heute eher das Medium der Verspätung zu sein.

In dieser Meisterklasse soll es einerseits darum gehen, Bedingungen und Möglichkeiten von Malerei heute praktisch und theoretisch zu reflektieren. Andererseits soll es um die Frage gehen, ob Malerei nicht gerade in der Verlangsamung, der Entschleunigung, der Verspätung heute ihre Einzigartigkeit, ihre Qualität findet. Vielleicht ist dies eins ihrer Alleinstellungsmerkmale.

  

Heribert C. Ottersbach

1960 geboren in Köln, lebt und arbeitet in Sörmland, Schweden, und Leipzig 1979–1983 Studium Universität & FHS Köln 1992–1993 Gastprofessor Centro de Arte e Comunicação Visual (ar.co), Lissabon 2001/2003/2011 Lehraufträge Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig/California State University, Los Angeles/Kunsthøgskolen i Oslo 2007 Kunstpreis der Stadt Darmstadt seit 2009 Professor für Malerei HGB Leipzig.

  

Einzelausstellungen

1993/94 Rheinisches Landesmuseum, Bonn / Galerie der HGB, Leipzig 1999 Kunstmuseum Düsseldorf 2002 Mannheimer Kunstverein 2003 Museum Folkwang Essen; Haim Chanin Fine Arts, New York (seither regelmäßig); Beck & Eggeling, Düsseldorf (seither regelmäßig) 2004 Städtische Galerie Delmenhorst 2005 Museum Burg Wissem, Troisdorf; Galerie Klaus Gerrit Friese, Stuttgart (seither regelmäßig) 2007 Kunsthalle Tübingen; Galerie Haas AG, Zürich (seither regelmäßig); Ben Brown Fine Arts, London (seither regelmäßig) 2008 ALTANA Kulturstiftung, Bad Homburg / Museum Villa Stuck, München; Institut Mathildenhöhe Darmstadt 2008/09 Hamburger Kunsthalle 2010 Museo Alto Garda, Arco 2011 Alexander Ochs Galleries, Peking & Berlin 2012 Forum Kunst Rottweil 2013 Akira Ikeda Gallery, Tokyo & New York.

  

Teilnahmebedingungen

Sehr gute Vorkenntnisse in Malerei und Zeichnung. Kunsthistorische Grundkenntnisse.

 

Mehr über Heribert C. Ottersbach unter
www.beck-eggeling.de