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Theresia Walser in der Abendwerkstatt

02.08.2015 21:52 Uhr,

Theresia Walser während der Abendwerkstatt im Festsaal

Die Dramatikerin las aus ihrem Stück "Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm" (2006), in dem drei Schauspieler aufeinander treffen, die in ihrem Bühnenleben bereits einmal Hitler oder Goebbels gespielt haben. Die drei sitzen um einen kaputten Tisch und führen eine Grundsatzdiskussion über das Verhältnis von Bühnenspiel und Realität, von darstellerischer Freiheit und historischer Kontextverhaftung. In der Irseer Abendwerkstatt, die knapp eine halbe Stunde in Anspruch nahm, bewies Theresia Walser in vollkommen überzeugender Weise, wie eine schauspielerische Ausbildung (die sie selbst von 1990-1994 an der Schauspielschule Bern absolierte) zur Wirkungsmacht einer szenischen Lesung beitragen kann.

 

Im Anschluss folgte ein Gespräch, in dem das Publikum, die Teilnehmenden des Kunstsommers, vielfältige Fragen stellten: zum Verhältnis von Dramatiker und Regisseur, zur Rolle des Theaters heute, zur Bedeutung der eigenen schauspielerischen Ausbildung für das dramatische Schreiben u.v.m.

 

Die Abendwerkstätten im Schwäbischen Kunstsommer bieten ebenso wie die Mittagsgespräche die Möglichkeit, eine/n Künstler/in und ihr Werk kennen zu lernen. Sie schaffen Raum für den interdisziplinären Austausch, für Fragen und Gespräche.


     

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