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Gefragt: Philipp Amelung

07.05.2015 18:26 Uhr, Kategorie: Gefragt

Philipp Amelung

In diesem Jahr übernimmt Philipp Amelung die Leitung der Meisterklasse Chor. Das von der UNO für 2015 ausgerufene „Internationale Jahr des Lichts und der lichtbasierten Technologien“ gibt den thematischen Impuls für die diesjährige Chorklasse. Die Vorstellung der Licht verströmenden Seele erwies sich für viele Komponisten der Musikgeschichte als reiche Inspirationsquelle. Einen besonderen Höhepunkt stellt die Erarbeitung und Uraufführung der Auftragskomposition von Stefan Johannes Hanke dar.

Philipp Amelung stellt sich unseren Fragen und beschreibt auch seine persönliche Verbindung zu Kloster Irsee:

 

1. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie für den 28. Schwäbischen Kunstsommer als Leiter/in einer Meisterklasse angefragt wurden?

Ich habe mich sehr gefreut, da ich die wunderbare Atmosphäre bereits vor vielen Jahren im Rahmen des Festivals „Klang und Raum“ kennenlernen durfte, bei dem ich als Mitglied des Tölzer Knabenchors mehrmals mitgewirkt habe. Bei meinem Besuch des Kunstsommers im vergangenen Jahr war ich dann von der Konzentration und Spiritualität, die vor Ort herrscht sehr beeindruckt, was meine Vorfreude auf den August 2015 nochmals gesteigert hat.

 

2. Wo liegt für Sie der Reiz, beim Kunstsommer aktiv zu sein?

Der interdisziplinäre Ansatz scheint mir einzigartig zu sein. Gemeinsam mit wunderbaren Künstlern aus den Sparten Literatur, Malerei und Tanz an einem gemeinsamen Ort zu arbeiten und sich gegenseitig zu inspirieren ist für mich etwas Neues und wirklich sehr reizvoll!

 

3. Was gefällt Ihnen am besten an der Arbeit mit einer Gruppe?

Als Dirigent ist das Arbeiten mit einer Gruppe das Ergebnis der häuslichen Vorbereitung, die in der Regel alleine stattfindet. Wenngleich der Kontakt mit Menschen zu meinen täglichen Aufgaben gehört, so ist es doch immer wieder etwas Besonderes, wenn am Ende ein Kunstwerk entsteht, welches man gemeinsam erarbeitet hat.

 

4. Was kann man in Ihrer künstlerischen Disziplin gut lehren – und was nicht?

In einem singenden Ensemble lernen wir immer alle voneinander, der Chor vom Dirigenten und der Dirigent vom Chor. Ich lege bei meinen Proben v.a. Wert auf den Klang und da kann man in kurzer Zeit relativ viel erreichen, wenn es gelingt, dass die Sänger aufeinander und gleichzeitig auf sich selber hören. Dann versuche ich, Informationen über die Stücke und deren Komponisten zu vermitteln, damit das Ensemble den Hintergrund kennt, in welchem das gesungene Werk einzuordnen ist.

Was kann man einem Chor nicht gut lehren? Vermutlich ist es das Emotionale, welches bei vielen Sängerinnen und Sänger von vornherein schon vorhanden ist. Dieses entsteht dann oft während des Konzerts in einer besonderen Intensität. Die Aufgabe des Dirigenten ist es, diese vorzuleben und den Chor in die passende Atmosphäre zu bringen.

 

 

5. Worauf sollte man gefasst sein, wenn man mit Ihnen als Meister/in arbeitet?

Ich bemühe mich in meinen Proben immer um Freundlichkeit und Kollegialität. Dieses will ich in meiner Funktion als Meister beibehalten. Spontanes und flexibles Musizieren auf einer Basis der Genauigkeit, das ist mein Ziel und darauf sollte man gefasst sein.

 

6. Was erwarten Sie von Irsee und der Sommerakademie?

Freude, Arbeit, Energie, Spiritualität, Intensität.


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