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Gefragt: Ulf Stolterfoht

24.03.2015 12:30 Uhr, Kategorie: Gefragt

Ulf Stolterfoht, Foto: Ayse Yavas

In diesem Jahr beginnen wir die Fragestunde in der Kategorie "Gefragt" mit Ulf Stolterfoht. Er leitet die Klasse Lyrik- und Übersetzungswerkstatt, für die keine Fremdsprachenkenntnisse erforderlich sind. Es wird aus erfundenen und verschwundenen Sprachen (z.B. Else Lasker-Schülers „mystischem Asiatisch“) übersetzt; aus Sprachen, die keiner der Teilnehmer spricht (Albanisch? Finnisch?); oder aber vom Deutschen ins Deutsche (die Teilnehmer übersetzen sich gegenseitig) und vieles andere mehr. Eins ist sicher: Es wird spannend.

 

1. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie für den 28. Schwäbischen Kunstsommer als Leiter einer Meisterklasse angefragt wurden?

Da es für mich bereits der zweite Einsatz in Irsee ist, wußte ich, auf was ich mich da einlasse.  Und habe mich unheimlich über die Anfrage gefreut.
  

2. Wo liegt für Sie der Reiz, beim Kunstsommer aktiv zu sein?

Sehr viel Zeit zu haben für - gerade in der Lyrik - relativ wenig Text. Das ist ein ungeheurer Luxus für alle Beteiligten. Und, falls man das an dieser Stelle erwähnen darf: die Klosterküche ist fantastisch!
  

3. Was gefällt Ihnen am besten an der Arbeit mit einer Gruppe?

Aus meiner Erfahrung lernt man oft mehr aus den Diskussionen über fremde Texte als aus dem, was über die eigenen gesagt wird. Was auch daran liegen mag, daß es nicht (oder nicht in erster Linie) darum geht, Texte zu verbessern (geht das überhaupt?), sondern vielmehr um die grundsätzliche Haltung einem Text gegenüber: Was mache ich da eigentlich? Und warum? Und mit welchen Mitteln? Und wie machen es die anderen?
  

4. Was kann man in Ihrer künstlerischen Disziplin gut lehren – und was nicht?

Siehe oben. Handwerkliches kann man sich an einem Wochenende mit einer Verslehre selbst beibringen. Für das Nachdenken über die Voraussetzungen des eigenen Schreibens braucht man eine Gruppe.
  

5. Worauf sollte man gefasst sein, wenn man mit Ihnen als Meister arbeitet?

Abends im Keller mit mir noch ein oder zwei Bier trinken zu müssen.
  

6. Was erwarten Sie von Irsee und der Sommerakademie?

Was ich mir erhoffe, wäre ein enger Kontakt mit den anderen Klassen - vielleicht ergibt sich ja sogar eine Zusammenarbeit.


     

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