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Gefragt: Tanja Wawra

14.05.2014 14:21 Uhr, Kategorie: Kunstsommer 2014, Gefragt

Tanja in der Klosterkirche Irsee bei Proben für die Kunst-Sommernacht

Tanja Wawra leitet seit mehreren Jahren die Meisterklasse Chor im Kunstsommer. In diesem Jahr steht ihr Vorhaben unter dem Motto "Das Hohelied der Liebe". Unter anderem arbeitet die aus der Musikstadt Marktoberdorf stammende, studierte Chorleiterin regelmäßig mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks; 2011 gründete sie das Münchner Vokalensemble "canzone11".

  

 

  

1. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie für den 27. Schwäbischen Kunstsommer als Leiter/in einer Meisterklasse angefragt wurden?

  

Ein Jahr lang Vorfreude auf: diese wunderbare Arbeits- und Auszeit, wieder inspirierende und inspirierte Menschen aller Kunstsparten zu treffen, Singen in der Sauna. Hoffentlich wieder eine fantastische Sängergruppe zu bekommen. Und dann natürlich die Fragen: welches Programm? Welche Zusammenarbeit mit anderen Kursen ist möglich? Welche Möglichkeiten gibt es für den Chor diesmal, innovativ tätig zu sein. Endlich mal in der Kunstnacht im Dunkeln von den Bäumen zu singen.

  

  

2. Wo liegt für Sie der Reiz, beim Kunstsommer aktiv zu sein?

  

Im außergewöhnlichen Ambiente, am Arbeiten, ohne mich (zumindest dann in dieser Woche) um etwas anderes kümmern zu müssen. Jeden Tag weiter zu machen und kontinuierlich zu arbeiten. Sänger um mich zu haben, die sich auf nichts außer die Arbeit beim Kunstsommer konzentrieren müssen. Zu sehen, wie andere arbeiten, was sie tun, wie sie sich entwickeln, welche Spannungen und Lösungen auftreten. Austausch mit anderen Meistern, die oft die gleichen Probleme haben.

Natürlich die Arbeit mit sehr guten Musikern, das schnelle Vorankommen. Die gute Stimmung, die im Chor herrscht, die Zeit, sich gemeinsam Gedanken zu Choreographien, Abläufen, Kooperationen, Interpretationen zu machen.

Problemlos mit Profis aus anderen Sparten zusammenarbeiten zu können.

Dinge auszuprobieren, die im normalen Jahresplan nicht möglich und nicht denkbar sind.

Die Möglichkeit für unsere Kinder, das zu erleben!!

Das gute Essen und der Badesee, die wunderbare Konzertkirche! Und das sichere Publikum.

Und natürlich die vielen sensationellen Menschen.

 

  

3. Was gefällt Ihnen am besten an der Arbeit mit einer Gruppe?

    

Viele individuelle Energien, die sich in der Interpretation und musikalischen Gestaltung verschiedener Kompositionen in unterschiedlicher Weise zusammensetzen und immer etwas anderes entstehen lassen. Die Bündelung, die sich im Chorleiter trifft ist oft unfassbar. Und dann die Herausforderung, von jedem persönlich das Entscheidende zu erkennen, zu fördern und in eine Gruppe zu integrieren – genial!

   

   

4. Was kann man in Ihrer künstlerischen Disziplin gut lehren – und was nicht?

   

Auf dem hohen Niveau in Irsee muss ich – und das ist das Schöne – nicht mehr lehren, sondern anleiten. Es ist klar, dass Intonation, stilistische Gestaltung, Harmonische Funktionen, Stimmtechnik etc. „gelehrt“ werden können. Aber immer ist dies gepaart mit der persönlichen Aussage, dem Empfinden, dem Reagieren, Antworten, der Bühnenpräsenz, der Liebe zur Musik. Das ist sehr umfassend und ich versuche, die Sänger anzuleiten, das selbst zu entdecken und zu entfalten.

 

  

5. Worauf sollte man gefasst sein, wenn man mit Ihnen als Meister/in arbeitet?

   

Spontaneität, persönliches Arbeiten, sehr viel Spaß, Direktheit, eine große Portion an Emotionalität, Pausenlosigkeit mit Pausen, hoher Anspruch, schräge Ideen.

 

  

6. Was erwarten Sie von Irsee und der Sommerakademie?

   

Nur das Allerbeste!!!

 

    


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