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2006 Program - Lyric poetry with Uwe Kolbe


Uwe Kolbe

Phantastic nature poems

It might as well be "The Chronics of Narnia" or "Harry Potter", which draw our attention to it. Although the planet is widely inhabited by our species, nature keeps bestowing us with something other than what we are used to.

There is talk of fauna, nymphs, werewolves, feathered snakes, horses with wings, a certain Daphne or a God of the herdsmen, who self-forgettingly plays the flute. Bring your own poems with you, in which mythological or traditional figures appear or those which you have created. Perhaps you would like to confront the reader, play a role or remain and merely present. All forms of poetry are welcome. The willingness to put your own works up to discussion is a prerequisite.

Recommended readings:

Ovid "Metamorphosen", Miguel Angel Asturias "Drei von vier Sonnen"; Jorge Luis Borges "Der Squonk. Buch der imaginären Wesen"

Uwe Kolbe - "Die Farben des Wassers" (The Colours of Water)
Uwe Kolbe - "Die Farben des Wassers" (The Colours of Water)

Text abstract

Die erste Begegnung (The First Encounter)

Umweg für Umweg ging hier der Schüler des Lebens
unter der sengenden Sonne eines Sommers der Götter -
nur einen gönnt! sie gönnten, und wie, nur nehmen
konnte der Schüler nicht,

ging noch auf Stelzen, traute den Wegen nicht,
die ausgerollt waren wie Teppiche hier in dem Weinberg.
Noch sang er nicht, uns sein Zögern war Lästerung,
sah aus wie Vorsatz.

Niemand bezeugt den Tag, an dem ihn das Höllenkind schlug,
Efeu ihn peitschte, Stiere aufstanden,
Tiger brüllten über dem Land, und Schlagen züngelten
über dem roten Geröll.

Glauben mußt du es nicht, verlaß nur den Garten,
gehen die Straßen, Wege so lange, bis du vergessen,
wie wir es nennen, laß die vertraute Sonne einmal
wirken als Gott, der sie ist.

Sauge die Luft herein, hechle, keuche, und spucke den fetten
Seim aus brennendem Mund, pralle im Dämmer am alten Fluß
auf Deine wahre Natur, dort, wo die Wasser stehen, Fische
Wasserläufe erbeuten,

endlich und hier, unter vertraut noch erscheinenden Eichen,
die aber schweigen, dunkele Wächter am Hofe der Pappeln,
Weiden, die hoch aus dem Himmel das Silberlicht leiten
in den Palast des Auwalds.

Wenn du zurückkehrst, werden sie dich verstehen,
wenn du zurückkehrst. Von diesem Aufbruch wird
wenig zu sagen sein, denn Älteres kannst du nicht finden.
Da ist ein Licht in dem Wein.

[Uwe Kolbe]

Application documents:

Five of your own poems, short CV.

The number of participants is limited to 12.

Here is a direct link to the online application for this course. Alternatively, you may also download the print version of the application form here and send it together with your remaining documents by mail to the specified address.

Additional information on the author

can be found here!

© Schwäbischer Kunstsommer 2004, alle Rechte vorbehalten
Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer, Universität Augsburg
Zuletzt aktualisiert am: 27. April 2006